Repricing im E-Commerce: Mächtiger Umsatzhebel mit eingebautem Margenschutz

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Der E-Commerce wird derzeit von zwei scheinbar konträren Bewegungen geprägt: Zum einen kaufen immer mehr Menschen online ein, der E-Commerce-Umsatz wächst von Jahr zu Jahr kräftig. Andererseits findet ein erbarmungsloser Verdrängungswettbewerb statt, der zu einer Konsolidierung zugunsten der großen Anbieter führt. Entgegen der Erwartung schafft der wachsende Gesamtmarkt offenbar zu wenig Entfaltungsraum für kleinere Teilnehmer. Selbst in vermeintlichen Nischen drängelt sich inzwischen eine Vielzahl von Shops. Diese Entwicklungen treiben zwangsläufig die Professionalisierung auf allen Ebenen voran. Es bewahrheitet sich zusehends, dass im harten Wettbewerb nur bestehen kann, wer geplant und strategisch agiert. Unverzichtbare Hilfestellung bieten moderne Tools, die auch selbstständigen Online-Händlern das strategische und planvolle Repricing ermöglichen. Die datenbasierte, valide Preisoptimierung nach dem Vorbild Amazon wirkt sich dabei regelmäßig als mächtiger Umsatzhebel aus, der die Ergebnisse beflügeln kann.

Professionelles Repricing nach dem Vorbild Amazon

Für den Online-Handel war 2015 ein weiteres Erfolgsjahr. Das Statistische Bundesamt ermittelte ein Umsatzplus gegenüber Vorjahr von 9,1 Prozent, womit der E-Commerce das überraschend starke stationäre Wachstum von 2,8 Prozent noch in den Schatten gestellt hat. Befeuert wird der Markt von der Lust der Konsumenten am komfortablen Online-Einkauf, aber auch vom immer breiteren Angebot und dem online mit harten Bandagen ausgetragenen Preiskampf. Und über allem schwebt der Hegemon Amazon.de. Die Münchner drängen in immer neue Sortimentsbereiche vor, bauen das Serviceangebot massiv aus und nehmen im E-Commerce eine weiter dominante Stellung ein. Marktbeobachter schätzen den Marktanteil Amazons am deutschen B2C-E-Commerce heute auf bis zu 50 Prozent. Für die Zukunft wird vereinzelt das Schreckgespenst einer marktbeherrschenden Stellung Amazons mit bis zu 75 Prozent Marktanteil an die Wand geworfen. Doch selbst in engen Märkten ist der Fachhandel den großen Marktakteuren nicht schutzlos ausgeliefert. Mit professionellen Tools schafft das systematische Repricing Reserven bei Umsatz und Gewinn.

Systematische Preisoptimierung hebt Umsatzpotentiale

Die dynamische Preisoptimierung ist im fortentwickelten E-Commerce der Schlüssel zu mehr Umsatz und Marge, der heute auch kleineren Marktteilnehmern zur Verfügung steht. Die digitale Datenflut versetzt den selbstständigen Online-Handel in die Lage, die Erfolgsrezepte Amazons gewinnbringend anzuwenden. Der E-Commerce-Gigant aus München ist der ungeschlagene Meister im Repricing. Laut einer Analyse von metoda hat Amazon.de zwischen Mitte November und Anfang Dezember 2015 in den wichtigsten Kategorien deutlich mehr als 800.000 Preisanpassungen vorgenommen. Im Betrachtungszeitraum (16. November – 1. Dezember 2015) ergibt das über 53.000 infografik_4211_umsatzentwicklung_im_deutschen_einzelhandel_nPreiskorrekturen täglich. Damit reagierte der Marktkönig auf Nachfrageschwankungen ebenso wie auf Wettbewerbs- und Preisaktionen. Die Methode ist allgemein bekannt: Kaum eine Promoaktion von z.B. Media-Saturn, die durch Amazon.de unbeantwortet bliebe. Stellen die Ingolstädter beispielsweise Games oder DVDs ins Schaufenster oder starten eine der beliebten Multibuy-Aktionen, wird in München-Schwabing fast unmittelbar reagiert.

Dynamic Pricing heißt das Zauberwort

Doch das professionelle Repricing stellt viel mehr dar, als nur die Reaktion auf Sonderaktionen des Wettbewerbs. Die auf der modernen Datenanalyse basierende Preisoptimierung hat zahlreiche Facetten, die den Geschäftserfolg direkt beeinflussen. Die aktive Preisoptimierung kann beispielsweise bei Saisonartikeln Anwendung finden und nur zeitweise populäre Produkte bei starker Nachfrage automatisch und unter Einbeziehung der aktuellen Wettbewerbssituation verteuern, während der Preis bei schwacher Nachfrage automatisiert fällt. Auch können Tools wie der Price Builder von metoda die Preisstellung am Wettbewerb ausrichten und die Preisführerschaft in definierten Sortimentsbereichen sicherstellen. Noch kleinteiliger kann das Repricing am üblichen Tagesverlauf ausgerichtet werden oder Preise in Hinblick auf Haltbarkeiten und Verfallsdaten variieren. Und es geht noch weiter: Mit wachsendem Zugriff über Smartphone und Tablet gehen führende Anbieter verstärkt dazu über, auch die Plattform als relevantes Kriterium in die Preisbildung mit einzubeziehen. Apple-User beispielsweise gelten hierbei als besonders solvent und spendierfreudig, weshalb in der Preisoptimierung Nutzern von iPhone und iPad mitunter höherpreisige Angebote unterbreitet werden als es bei Nutzern anderer Plattformen der Fall ist.

Die Möglichkeiten der Preisoptimierung sind mannigfaltig

In der von Amazon betriebenen Konsequenz ist das Repricing jederzeit ein marktrelevanter Prozess, der fortlaufend die Wettbewerbssituation verändert. Selbstständige Händler sehen sich durch die aggressive und agile Preisstrategie Amazons vermehrt in die Enge getrieben. Und tatsächlich handelt fahrlässig, wer die Möglichkeiten der systematischen Preisoptimierung ungenutzt lässt. Schnell steht man sonst im Wettbewerb mit dem Rücken zur Wand. Dabei sind auch mittelständische Händler keineswegs wehrlos. Denn im Wettbewerb können die Strategien Amazons adaptiert werden, um den eigenen Marktanteil auszubauen und bessere Ergebnisse zu realisieren. Das dynamic Pricing kann in allen Marktbereichen Umsatzchancen aktivieren. Wie beim großen Vorbild aus München ermöglicht der Price Builder von metoda die variable und intelligente Preisoptimierung. Dabei orientiert sich der Preis zunächst an Faktoren wie der Wettbewerbssituation. Fährt ein Konkurrent eine relevante Preisaktion, ermöglicht der Price Builder die direkte Reaktion. Preisstrategien lassen sich für Produkte und Sortimente definieren, Preisuntergrenzen einstellen, die nicht unterschritten werden. Der ruinösen Preisspirale nach unten werden so effektiv Grenzen gesetzt und das eigene Geschäft geschützt. Die Automatisierung lässt Händler flexibler und schneller agieren, als es in der manuellen Steuerung möglich wäre. Denn wer kann schon 24 Stunden am Tag die Preise der Konkurrenz kontrollieren?

Der metoda Price Builder: Automatisiertes Repricing für Ihren Erfolg

Die moderne Preis- und Marktanalyse gibt dem Online-Handel im Wettbewerb also ein scharfes Schwert an die Hand. Und wer die Waffen Amazons effektiv einsetzt, hat im Kampf um Marktanteile die eindeutig besseren Karten.

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