Repricing-Barometer Januar: Hohe Preisaktivität zum Jahresstart

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Amazon hat den Markt im Januar in der umsatzrelevanten Disziplin Repricing vor sich hergetrieben. Das metoda Repricing-Barometer misst monatliche die Preisaktivität im deutschen E-Commerce. Basis sind die auf Preissuchmaschinen eingestellten Angebote, mehrere Millionen Datenpunkte werden für die Auswertung jeden Monat erfasst.

Repricing-Barometer zeigt Preisaktivität

Und das Jahr geht gut los. Um die nach dem turbulenten Weihnachtsgeschäft naturgemäß schwächere Nachfrage zu stimulieren, wurde zum Jahresstart häufig an der Preisschaube gedreht. Ungeschlagener Repricing-Meister im deutschen Markt war dabei Amazon.de. Die Januar-Auswertung sieht die Plattform mit mehr als 2,9 Millionen Preiskorrekturen mit weitem Abstand vorn. Die auf der modernen Smart-Data-Analyse basierende, variable Preisstellung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Geschäft des Online-Kaufhauses, das im vergangenen Jahr in Deutschland Umsätze in Höhe von 10,6 Milliarden Euro geschrieben hat. Über das Repricing findet fortlaufend eine Preisoptimierung unter Berücksichtigung von Wettbewerb und Nachfrage statt, über die der Marktführer Umsatz und Gewinn maximiert.

Millionenfache Preisänderungen auf Amazonmetoda Repricing-Barometer Januar

Den Vorsprung auf den Wettbewerb macht der Blick auf den Zweitplatzierten deutlich. Silber ging im Januar an Plus.de. Die zur Tengelmann-Gruppe gehörende Online-Marke setzte im vergangenen Monat rund 804.000 Preiskorrekturen um. Mit diesem Ergebnis wurden die Preise weit seltener angefasst, als es auf Amazon.de der Fall gewesen ist. Nichtsdestotrotz rangiert Plus.de weit vor den meisten anderen Marktteilnehmern und konnte sich ein deutlich positives Preisimage erarbeiten. Auf dem dritten Rang kommt Allyouneed.com ins Ziel. Auf dem DHL-Marktplatz ging es im Januar mit rund 772.000 Preiskorrekturen sehr aktiv zu.

Repricing-Effekt wird oft unterschätzt

Zahlreiche bekannte Marken halten sich beim Thema Repricing indes weiterhin stark zurück. So belegt beispielsweise Conrad.de in einem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld in der Januar-Auswertung lediglich den 15. Platz. Der Elektronik-Spezialisten aus dem bayerischen Hirschau agiert als Cross-Channel-Anbieter mit angezogener Handbremse. Nur etwas mehr als 54.000 Preisekorrekturen wurden im Januar vorgenommen. Auf Rang 16 folgt mit Hertie.de ein Name, der im Netz von seiner großen Vergangenheit zehrt. Im Repricing-Barometer liegt die Wirtschaftswunder-Marke fast gleichauf mit Conrad.de. Ebenfalls im erweiterten Mittelfeld landen Buecher.de (ca. 16.500 Preiskorrekturen) und Otto.de (rund 13.600). Beide Anbieter führen ein breites Sortiment. Eine höhere Preisaktivität wäre anzunehmen, weil die dynamische Preisstellung gerade für Vollsortimenter erhebliche Umsatzchancen birgt. Bei den Angeboten auf Preissuchmaschinen agierten sowohl Buecher.de als auch Otto.de im Januar allerdings sehr vorsichtig.

Vorbild Amazon

„Das Beispiel Amazon verdeutlicht, wohin sich der Markt bewegt. Der Preis ist heute nicht mehr in Stein gemeißelt, sondern eine Variable, die unter vielfältigen Einflüssen zwischen Umsatzziel und Nachfrage ständig neu austariert wird. Eine moderne und agile Preisstellung garantiert bei zunehmend preissensiblen Kunden das beste Umsatzergebnis bei aktiver Margensicherung. Amazon lebt dies über alle Angebote hinweg und der Marktführer sollte dabei für alle Anbieter Vorbild sein, für die der Status Quo keine Option ist“, erklärt Stefan Bures, CEO von metoda.

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