Onlinehandel wächst in Q2 um 11,6 Prozent

Deutschlands Konsumenten haben dem Onlinehandel auch im zweiten Quartal mit steigenden Ausgaben ihre innige Zuneigung versichert. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) hat Anfang des Monats neue Marktzahlen für den April-Juni-Zeitraum veröffentlicht. Diese bescheinigen dem deutschen Onlinehandel ein anhaltend starkes Wachstum. Die Zahlen beruhen auf einer Konsumentenbefragung, für die über das Gesamtjahr alles in allem 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter ab 14 Jahren zu ihrem Online-Konsumverhalten befragt werden. Die Q2-Zahlen bilden dabei die Teilergebnisse der Monate April bis Juni ab.

Bekleidung bleibt
online sehr gefragt

Für den deutschen Onlinehandel war es ein lukratives Frühjahr. 15,6 Millarden Euro wurden den Verbandsangaben zufolge umgesetzt, ein Plus von 11,6 Prozent im Jahresvergleich. Das meiste Geld haben die Online-Shopper erneut für Angebote aus dem Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“ ausgegeben. Die Umsätze aus den Teilbereichen Bücher/Ebooks/Hörbücher, Computer/Zubehör/Spiele/Software inkl. Downloads und Elektroartikel/Kommunikation summieren sich auf rund 5,3 Milliarden Euro (+14,3 Prozent). Beliebt auch das Warengruppen-Cluster „Bekleidung inklusive Schuhe“. Für den Teilmarkt Bekleidung steht ein Plus von 9,0 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zu Buche. Produkte aus der Kategorie „Schuhe“ wurden für 926 Millionen Euro (+6,7 Prozent) erworben. Das Gesamtcluster realisierte somit bei rund 3,7 Milliarden Euro Umsatz ein Wachstum von 8,4 Prozent.

Mit einem Plus von 15,4 Prozent gegenüber Vorjahr lässt zudem das Cluster „Täglicher Bedarf“, dem die Warengruppen „Lebensmittel, Drogerie, Tierbedarf“ zugeordnet sind, aufhorchen. Bei 1,094 Milliarden Euro wurde hier im zweiten Quartal die Milliardengrenze durchbrochen. Der Verband betont die hohe Bedeutung des Teilmarkts „Lebensmittel“, in dem Marktbeobachter einen der zentralen Online-Wachstumsmärkte der Zukunft ausgemacht haben. Der Umsatz kletterte hier um 26,9 Prozent auf 346 Millionen Euro. Die bevh-Zahlen bestätigten somit zumindest die Grundannahme, nach der immer mehr Konsumenten zum Online-Lebensmittelkauf bereit sind.

Lebensmittel werden häufiger
im Netz bestellt

Wichtigster Kanal bleiben Marktplätze, auf denen der Umsatz im zweiten Quartal um 9,8 Prozent auf rund 7,3 Milliarden Euro angewachsen ist. Sie machen weiterhin fast die Hälfte des gesamten Marktumsatzes aus. Doch auch Multichannel legt zu. Versender mit mehreren Vertriebskanälen verzeichneten ein Plus von 6,1 Prozent auf 6,0 Milliarden. Euro.

„Wir freuen uns, dass der E-Commerce immer stärker seinen Beitrag zur Grundversorgung der Bevölkerung leistet. Vor allem dort, wo die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse aufgrund der demografischen Entwicklung anders nur mehr schwer gewährleistet werden kann. Anfang des Jahres haben wir prognostiziert, dass wir auch dieses Jahr ein zweistelliges Wachstum im E-Commerce haben werden. Die gesamte Branche und ihre Dienstleister müssen gemeinsam mit Hochdruck daran arbeiten, dass dieses Wachstum auch in diesem Jahr, aufgrund der vermehrten Bestellungen insbesondere im Weihnachtsgeschäft, realisiert werden kann“, so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh.

Die Branche setzte online im Jahr 2017 im Privatkundengeschäft allein mit Waren über 58,4 Milliarden Euro um. Auf Basis der guten Geschäftsergebnisse des Jahres 2017 erwartet der bevh in diesem Jahr für den E-Commerce einen weiteren Zuwachs um 9,3 Prozent auf rund 63,9 Milliarden Euro.

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