Der große metoda Dessous-Report

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Wer beim Valentinstag immer nur an Blumen und Pralinen denkt, kratzt nur an der Oberfläche. Wir gehen zum Tag der Liebe auf Tuchfühlung mit den E-Commerce-Kunden in Deutschland, Großbritannien und Frankreich und erörtern im großen metoda Dessous-Report die Vorlieben in den verschiedenen Ländern, welche Produkte und Marken zum Valentinstag das Rennen machen und wie viel das Dessous-Geschenk denn nun kosten darf?

Große Unterschiede in Europa

In Sachen Reizwäsche gehen die Vorlieben von Deutschen, Briten und Franzosen weit auseinander. Für den großen metoda Dessous-Report wurde im Zeitraum 20. Januar bis 11. Februar 2016 die Nachfrage in der Kategorie „Damen Unterwäsche & Dessous“ auf Amazon.de, Amazon.co.uk und Amazon.fr untersucht. Beim Fokus auf das Dessous-Sortiment zeigen sich die verschiedenen Vorlieben recht deutlich. Zunächst fällt auf, dass in Deutschland zum Valentinstag deutlich mehr Dessous verkauft werden als im benachbarten Ausland. Fast 56 Prozent aller gemessen Dessous-Verkäufe wurden im Betrachtungszeitraum über die deutsche Plattform getätigt. Damit setzte Amazon.de annähernd doppelt so viele Dessous ab als Amazon.co.uk (30 Prozent) im gleichen Zeitraum verkauft hat. Als Dessous-Muffel outeten sich indes die Franzosen. Beim charmanten westlichen Nachbarn erreichte die Nachfrage zum Valentinstag lediglich rund ein Viertel des deutschen Werts; nur rund 14 Prozent der gesamten Nachfrage wurde auf Amazon.fr gemessen. Auch bei Modellen und Preisen gehen die Geschmäcker weit auseinander.Der_Grosse_metoda_Dessous_Report_300

Deutsche kaufen am meisten Dessous

In der Markenwahl sind sich Franzosen und Deutsche an der Spitze noch einig. Calvin Klein führt sowohl hierzulande als auch in Frankreich die Liste der erfolgreichsten Brands an. Die deutsche Kundschaft entschied sich in rund einem Viertel der Fälle für ein Produkt der hippen US-Marke. In Frankreich streut der Absatz stärker, mit 15,6 Prozent der Nachfrage steht aber auch hier Calvin Klein an erster Stelle. In Großbritannien liegt die Marke Dream Garden vorn. Stark vertreten sind in allen drei Ländern allerdings auch Massenhersteller aus China, die mit Eigenmarken wie z.B. PhilaeEC oder FeelinGirl Erfolge auf dem Dessous-Markt erzielen. Auch preislich agiert die chinesische Konkurrenz dabei offensiv, wie der Preisvergleich zeigen wird.

Calvin Klein in Deutschland und Frankreich vorn

In Deutschland entfällt der überwiegende Teil der Nachfrage auf die Unterkategorie „Korsagen & Bustiers“. Ganze 70,7 Prozent der Dessous-Verkäufe wurden in dieser Kategorie verzeichnet. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Dessous-Sets, die in Deutschland für 13,5 Prozent der Nachfrage verantwortlich waren. Auch Babydolls (12,3 Prozent) finden im deutschen E-Commerce ihre Abnehmer. Nur ein Randaspekt ist hierzulande das klassische Negligée (6,5 Prozent). Im Vergleich zu unseren Nachbarn zeigen sich deutliche Unterschiede. Bei den Stückzahlen belegt Großbritannien den zweiten Rang. Doch mögen es die Briten verspielter. Mit 47 Prozent der abgesetzten Produkte sind dort vor allem Babydolls gefragt. Erst auf dem zweiten Platz folgen die in Deutschland so beliebten Korsagen (26,4 Prozent). Rund ein Fünftel der Nachfrage machte auf den Inseln das Produktsegment Dessous-Sets (20,2 Prozent) aus. Mit lediglich 6,4 Prozent wurde auch in UK bei Negligées die schwächste Nachfrage gemessen. In Frankreich ist die Situation wieder klarer: 51,6 Prozent der verkauften Produkte stammten aus dem Korsagen-Sortiment. Gefragt sind aber auch Babydolls. In der Nachfragemessung belegen sie mit 34,9 Prozent den zweiten Platz. Das luftige Nachthemd hat in Frankreich also ganz offenbar eine große Fangemeinde. Dessous-Sets bilden mit 13,4 Prozent das Schlusslicht.

Deutsche und FranKorsage zum Valentinstag: Deutsche und Franzosen greifen zuzosen wollen Korsagen, Briten vor allem billig

Große Unterschiede gibt es auch bei der Investitionsbereitschaft. Inwieweit der Preis des Dessous-Geschenks Rückschlüsse auf die Beziehung erlaubt, ist allerdings nicht Gegenstand dieser Untersuchung. Sagen lässt sich hingegen, dass die Deutschen im Vergleich zu den Konsumenten in Großbritannien und Frankreich beim Dessous-Kauf ausgesprochen spendabel sind. Im Schnitt haben die Amazon.de-Kunden im Betrachtungszeitraum 19,60 Euro für eines der Top-Ten-Produkte bezahlt. Teuerster Top-Ten-Hit war die „Corsage mit passendem Rock“ von r-dessous für 29,99 Euro, die in Deutschland auf dem vierten Platz rangiert. Günstigstes Hit-Produkt im Vergleich war eine Korsage von FeelinGirl zum Preis von 10,99 Euro (Platz 8).

Aber auch die Franzosen lassen sich das gewisse Knistern zum Valentinstag etwas kosten. Der Durchschnittspreis der zehn nachfragestärksten Produkte beläuft sich auf 13,70 Euro. Schon auf Rang zwei liegt das teuerste Hit-Produkt, eine Korsage von TDOLAH für 28,99 Euro. In Frankreich kommen aber auch kostengünstige Angebote an. Auf Rang 7 liegt ein Babydoll von Jardin Rêvé für lediglich 99 Cent. Ganz anders die Nachfrage in Großbritannien. Für die britische Kundschaft müssen Dessous offenbar vor allem eines sein: billig. Der Durchschnittspreis der zehn nachfragestärksten Produkte beläuft sich auf lediglich 6,41 Euro – und erreicht damit nur ein Drittel des deutschen Durchschnittswerts. Nur zwei der Top-Ten-Produkte kosten umgerechnet mehr als zehn Euro. An der Spitze steht eine Korsage von TDOLAH für umgerechnet rund 13 Euro. Billigstes Produkt unter den UK-Topsellern ist erneut ein Babydoll, hier der Marke Wangs Canis, das für umgerechnet schon rund zwei Euro über die virtuelle Ladentheke geht.

Zur Methodik: Das Data-Science-Team von metoda arbeitet seit mehreren Jahren kontinuierlich an Algorithmen zur Absatzanalyse auf Amazon. Dabei werden täglich die Rankings der relevanten Keywords und die entsprechenden Produktlisten beobachtet und analysiert. In der vorliegenden Untersuchung wurden zwischen 20. Januar und 11. Februar 2016 die nachfragestärksten Produkte im Bereich „Damen Unterwäsche und Dessous“ bei Amazon.de, Amazon.co.uk und Amazon.fr beobachtet. Der leistungsstarke metoda-Algorithmus wertete dabei mehrere Millionen Datenpunkte aus.

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