DIY holt im E-Commerce auf

, ,

Der Frühling steht vor der Tür und mit der wärmeren Jahreszeit beginnt im Handelssegment Baumarkt und DIY (do it yourself; Anm. d. Red.) die lukrative Gartensaison. Mit den ersten schönen Tagen müssen Garten und Balkon auf Vordermann gebracht werden; den Konsumenten packt nun die Lust an der Gartenarbeit. Noch bevor es soweit ist, zieht der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) Bilanz eines für die Branche erfolgreichen Jahres 2015. Auf insgesamt 17,97 Milliarden Euro (+2,4 Prozent) beziffert der Verband den Gesamtumsatz des Baumarkthandels in Deutschland. Überdurchschnittlich stark ist dabei auch in diesem umkämpften Marktsegment der E-Commerce gewachsen. Dabei deutet sich ein Ende der mit dem Rückzug der Marken Praktiker und Max Bahr im Jahr 2014 eingeläuteten Konsolidierungsphase an. Immerhin: Im Jahresverlauf ist die Zahl der Baumärkte in Deutschland von 2.118 auf 2.134 wieder leicht gewachsen. Und nicht nur stationär musste sich die Branche neu sortieren, auch online sind neue Herausforderer auf den Plan getreten – allen voran Amazon.de. Der Marktgigant drängt mit aller Macht in den lukrativen DIY-Markt, während die traditionellen Player ihrerseits viel Geld in stimmige Online-Einkaufserlebnisse investieren. Das Umsatzplus 2015 ist Ausdruck dieses lebendigen Wettbewerbs.

DIY und Baumarkt wachsen online

Gemessen an Wachstum und Potential ist natürlich auch im Marktsegment DIY und Baumarkt der E-Commerce der längst nicht mehr so heimliche Star. Der allgemeine Trend zum Onlineeinkauf hat in den vergangenen Jahren verstärkt auch Heim- und Handwerker erfasst, der Bezugskanal online erfreut sich bei Profis wie Hobbyisten weiterhin wachsender Beliebtheit. Dabei bietet der Markt noch immer reichlich Entwicklungspotential. Wie selbst der BHB in seiner Jahresbilanz einräumt, ist der Umsatzanteil des Online-Handels im Segment DIY und Baumarkt noch immer unterdurchschnittlich. Im Vergleich mit anderen Branchen magere 5,3 Prozent der Jahresumsätze entfielen 2015 auf den E-Commerce. Dieser vergleichsweise niedrige Wert kommt natürlich auch dadurch zustande, dass der BHB Handwerksbetriebe mit in die Rechnung einbezieht und so auf ein GesamtvolumAmazon ist im Bereich DIY und Baumarkt bereits gut aufgestellten von mehr als 43,8 Milliarden Euro kommt. Gemessen am Umsatzvolumen Baumarkt von 17,97 Milliarden Euro macht der E-Commerce bei laut Verbandsangaben 2,24 Milliarden Euro bereits 12,5 Prozent vom Gesamtmarkt aus.

Heimwerker kaufen im Netz

Die höchsten E-Commerce-Investitionen tätigten die Konsumenten laut Verbandsbilanz beim Heimwerkerbedarf, auf den 1,51 Milliarden Euro bzw. 62,4 Prozent der Ausgaben im DIY-Online-Handel entfallen sind. Mit 597 Millionen  Euro (ca. 27 Prozent) liegt das Gartensortiment schon aufgrund der saisonalen Faktoren auf dem zweiten Platz. Dritter im Bunde der im E-Commerce stark nachgefragten DIY-Sortimentsbereiche sind die Baustoffe und Baumaterialien, die im Jahr 2015 auf 136 Millionen Euro E-Commerce-Umsatz gekommen sind und somit 5,6 Prozent der Gesamteinnahmen ausgemacht haben.

Wie auch immer man den Online-Anteil auch berechnen mag, der Wettbewerbsdruck auf alle Beteiligen steigt. Vielleicht hat sich der Shift im Segment Baumarkt und DIY etwas mehr Zeit gelassen, Halt machen wird die Verschiebung hin zum Online-Geschäft vor dem Milliardenmarkt sicherlich nicht. Immer mehr Volumen wandert in die Online-Kanäle; der Verteilungskampf um die lukrativsten Positionen hat längst begonnen. Die wichtige Stellung als Vertriebskanal mit Zukunft macht das Online-Business mit einem überdurchschnittlichen Umsatzplus von 10,5 Prozent deutlich. Insbesondere Amazon.de ist im Marktsegment DIY und Baumarkt zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für die etablierten Handelsmarken herangewachsen.

Amazon trumpft im DIY-Markt auf

Im Bereich DIY und Baumarkt zählt Amazon.de heute zu den Vollsortimentern. Kaum ein Wunsch, den Amazon Heimwerkern und Profis nicht erfüllen könnte. In den zwei Hauptkategorien „Baumarkt“ und „Garten“ wird ein inzwischen beeindruckend großes Arsenal aufgefahren. Die zu Frühlingsbeginn populären Grills und Rasenmäher bilden dabei nur die Speerspitze. Kundschaft mit grünem Daumen findet heute bei Amazon von Blumenerde über Saatgut bis Düngemittel, von Gartenmöbel über Sonnenschirme bis zum Dampfreiniger alles, was das Gärtnerherz begehrt. Allein Amazon.de listet als Lieferant mehr als 70.000 Artikel in der Unterkategorie „Garten“.

Riesiges DIY-Sortiment

Die DIY-Kundschaft investiert viel Geld in Garten und BalkonNochmal größer, aber auch umkämpfter ist der Marktbereich „Baumarkt“. Bohrmaschinen, Elektro- und Handwerkzeuge sowie Bad-Armaturen bilden hier die Topseller. Wer will, der findet bei Amazon aber auch Betonmischer, Hydrauliköle, Dichtungsringe oder Duschkabinen. Mehr als 385.000 Produkte führt Amazon.de als Anbieter im Marktbereich „Baumarkt“. Wie schon so oft zuvor, wenn sich Amazon anschickt einen Markt zu erobern, greifen zwei erfolgserprobte Faktoren ineinander: die große Angebotsfülle macht Amazon.de in Kombination mit einem positiven Preisimage beim Online-Konsumenten zur beliebten Anlaufstelle im Bereich DIY und Baumarkt. Im Preiskampf steht der Online-Handel dabei dem stationären Geschäft ins nichts nach. Kai Kächelein, stellvertretender BHB-Vorstandssprecher, rät dem etablierten Handel zum Ausbau von Onlineangeboten und Omnichannel-Konzepten. In der Tat ist die Kombination aus haptischem Einkaufserleben und Beratungskompetenz heute noch die große Stärke des stationären Handels. Doch wird der Fachhandel auch im Bereich DIY und Baumarkt den Preisvergleich mit Amazon bestehen müssen. Die Münchner Niederlassung ist nicht nur Online-Marktführer im deutschen B2C-E-Commerce, auch das Repricing wird in München-Schwabing professionell und auf höchstem Niveau betrieben. Das metoda Repricing-Barometer weist Amazon.de auf Basis der in Preissuchmaschinen eingestellten Angebote Monat für Monat mit weitem Abstand als deutschen Repricing-König aus. Mit millionenfachen Preiskorrekturen holt Amazon datenbasiert das Beste aus den Preisen heraus.

Erfolgsfaktor Repricing

Grundlage jeder erfolgreichen Preisstrategie ist die Datenerhebung. Mit mehr als zwei Milliarden monatlich erfassten Datenpunkten bietet metoda das feste und valide Fundament, auf dem ein modernes Repricing aufbaut. Dabei ist es natürlich ein Trugschluss, die datenbasierte Preisoptimierung setze zwangsläufig eine ruinöse Preisspirale nach unten in Gang. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Im data-driven E-Commerce kann das systematische Repricing jederzeit den im Wettbewerb günstigsten und zugleich höchstmöglichen Preis erzielen. Es sind aber auch andere Strategien möglich, die z.B. über definierte Preisuntergrenzen die Marge sichern oder bestimmte Preispositionen anpeilen, die eine höhere Marge versprechen

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Testen Sie unverbindlich die hohe Leistungsfähigkeit der metoda Lösungen. Kontaktieren Sie uns für einen kostenlosen Testlauf!

 

Weitere interessante Themen

, ,

E-Commerce-Index: Früher Saisonstart für Freiluft-Kategorien

Weiterlesen

Der E-Commerce im März

Weiterlesen