Amazons Ads-Business wächst 132 Prozent

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Bricht man das Amazon-Wachstum aus dem zweiten Quartal 2018 auf die verschiedenen Geschäftsbereiche herunter, kommt man aus dem Staunen so schnell nicht mehr heraus. Die 14 Prozent Umsatzplus im Kerngeschäft Online-Handel sind schon einmal ein sehr solider Wert, der den anhaltenden globalen E-Commerce-Trend bestätigt. Dennoch ist es nicht die Entwicklung im Kerngeschäft, die in Seattle die Sektkorken knallen lässt. Vielmehr bildet der Geschäftsbereich tatsächlich das Wachstumsschlusslicht. Von einer Enttäuschung kann angesichts von 341 Millionen US-Dollar Mehrumsatz in diesem Geschäftsbereich, der im Amazon-Kosmos noch am ehesten das Attribut „traditionell“ verdient hat, aber sicherlich keine Rede sein. Dennoch: andere Bereiche sind eben schneller gewachsen. So lassen bereits die 49 Prozent Umsatzwachstum aufhorchen, die mit den Amazon Web Services im zum 30. Juni beendeten Quartal erreicht worden sind. In der AWS-Sparte verdient Amazon also nicht nur das meiste Geld, nach wie vor ist AWS auch ein wichtiger Wachstumsfaktor. Noch höher hinauf geht es allerdings bei den Subscription Services, die ein Umsatzwachstum von beachtlichen 57 Prozent realisiert haben.

Bei Amazon geht es weiter steil aufwärts

Doch stellt der wahre Wachstumschampion diese Entwicklungen noch in den Schatten. Mit satten 132 Prozent stößt der Geschäftsbereich „Other“ in völlig neue Sphären vor und bildet das zweite Quartal in Folge die Wachstums-Sperrspitze. Unter „Other“ werden maßgeblich die Geschäfte der Amazon Marketing Group mit den zentralen Angeboten Amazon Marketing Services und Amazon Advertising Platform subsumiert. Sicher, da ist auch noch das Kreditkartengeschäft. Diese Sparte macht allerdings inzwischen einen nur noch marginalen Anteil aus. Die internationale Fachpresse setzt daher längst das „Other“-Ergebnis mit dem Ads-Business von Amazon gleich. Trotz dieser Entwicklung verliert Amazon weitherin kaum ein Wort über den Shootingstar unter den Konzernabteilungen. Die Ads-Ergebnisse werden weiterhin nicht gesondert ausgewiesen. Das mag am noch immer vergleichsweise geringen Anteil liegen, den „Other“ zum Gesamtergebnis beisteuert. Dabei ist die Entwicklung auch hier positiv und lässt eine spannende Geschichte vermuten. Machte der Geschäftsbereich im zweiten Quartal 2017 gerade einmal 2,5 Prozent der Amazon-Geschäfte aus, so ist dieser Anteil binnen eines Jahres auf 4,2 Prozent angewachsen.

So steht das Abteilungsergebnis von rund 2,2 Milliarden US-Dollar für den Ads-Umsatz, bis detailliertere Zahlen eine andere Interpretation zulassen. Weniger Elan zeigt der direkte Vergleich zum Vorquartal. Die 8,0 Prozent Wachstum Q2 gegenüber Q1 2018 verleiten zwar nicht zu Beifallsstürmen, sind allerdings Beleg für eine gewisse Nachhaltigkeit in der Entwicklung. Nach sechs Monaten weist Amazon damit im Ads-Business Einnahmen in Höhe von mehr als 4,2 Milliarden Dollar aus. Der Geschäftsbereich ist demnach zum Halbjahr um 104 Prozent gewachsen und übertrifft schon nach sechs Monaten viele Analystenprognosen deutlich.

Allgemein wird mit einer weiterhin positiven Entwicklung auch im dritten Quartal gerechnet. Der internationale Prime Day und das in einigen Branchen schon im September einsetzende Herbstgeschäft bilden die Überleitung in ein traditionell starkes viertes Quartal. Schaut man auf das Q4-Ergebnis im Geschäftsbereich „Other“ aus dem Vorjahr (1,7 Mrd.) und legt man die in diesem Jahr starken Wachstumsraten von 139 Prozent (Q1) bzw. 132 Prozent (Q2) zugrunde, dann erscheint ein Jahresergebnis 2018 in der Nähe der Zehn-Milliarde-Dollar-Marke im Ads-Business nicht mehr gänzlich unwahrscheinlich.

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Dabei kann das Ads-Business im Amazon-Konzern zwar das höchste Wachstum verzeichnen, in der Gesamtbetrachtung aber bleibt es dennoch ein Randaspekt. Insgesamt verzeichnete der E-Commerce-Marktführer im abgelaufenen zweiten Quartal Einnahmen in Höhe von 52,9 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 39 Prozent. Der nächste Meilenstein wurde somit locker erreicht: Mit insgesamt 103,9 Milliarden Dollar hat Amazon erstmals nach nur sechs Monaten die 100-Milliarden-Umsatz-Marke übersprungen. Immer größer wird der Anteil der verschiedenen Services, sei es AWS, AMS oder Subscription. So ist der Umsatzanteil aus den Service-Geschäftsbereichen gegenüber den Handelsgeschäften von Q2 2017 gegen Q2 2018 von 34,8 auf 39,8 Prozent angewachsen.

2018 wird Amazon die
200-Milliarden-Dollar-Marke
durchbrechen

Der operative Gewinn erreichte dank der hohen Ertragskraft der AWS-Geschäfte 3,0 Milliarden Dollar, ein Plus von fast 378 Prozent im Jahresvergleich. Netto wurden 2,5 Mrd. Dollar verdient, nach 197 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Das Vorjahresergebnis wurde somit um sage und schreibe 1.169 Prozent übertroffen. Alles in allem neuer Rekord für Amazon.

Aus der Zielsetzung für das Gesamtjahr macht man in Seattle mittlerweile keinen Hehl mehr. Die Prognose für das dritte Quartal zeigt sehr deutlich, wohin die Reise geht. Bei einem erwarteten Wachstum zwischen 23 und 31 Prozent werden Quartalseinnahmen zwischen 54 und 57,5 Milliarden Dollar erwartet. Dies würde Neunmonatsumsätze in Höhe von mindestens rund 158 Milliarden Dollar bedeuten. Die 200-Milliarden-Marke wird im laufenden Geschäftsjahr also auf jeden Fall überschritten werden. Schließlich wurde schon das vierte Quartal 2017 mit über 60 Milliarden Dollar Umsatz beendet. Und es nicht anzunehmen, dass Amazon ausgerechnet im Weihnachtsquartal 2018 eine Wachstumspause einlegen wird.

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