Amazon für Online-Shopper erste Wahl

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In den Shopping-Überlegungen der Konsumenten nimmt Amazon immer mehr Platz ein, zeigen aktuelle Studienergebnisse aus den USA und Großbritannien. Laut einer Umsatzprognose von eMarketer wird 2018 bereits fast jeder zweite E-Commerce-Dollar in den USA auf den Seiten von Amazon ausgegeben werden. Derweil bestätigt eine Konsumentenbefragung von Salmon die Sonderstellung des Marktführers in den Köpfen der Kundschaft.

Über den Marktanteil Amazons am E-Commerce wird gerne und ausdauernd debattiert. Weil der Außenumsatz der Plattform Amazon eine Unbekannte bleibt und häufig unterschiedliche Erhebungs- und Berechnungsmethoden zum Einsatz kommen, ist die Spanne der Aussagen weit und das Ergebnis von Quelle zu Quelle verschieden. Einig sind sich hingegen fast alle Marktforscher, Verbände und Fach-Magazine in der Schlussfolgerung: Amazon ist der dominante E-Commerce-Anbieter in der westlichen Welt und der Marktführer baute seine Stellung stetig aus.

Mit einer neuen Umsatzprognose wagt sich nun die US-Publikation eMarketer aus der Deckung – und die hat es in sich. Die Retail-Experten taxieren den Umsatzanteil Amazons am US-E-Commerce für das Jahr 2018 auf 49,1 Prozent. Die Konkurrenz? Längst abgehängt. Den eMarketer-Zahlen zufolge klafft schon zur Nummer zwei im Markt, eBay, eine gewaltige Lücke. In San José komme man allenfalls auf 6,6 Prozent Marktanteil, so der Bericht. Ein Wal-Mart, mit mehr als 485 Mrd. US-Dollar Jahresumsatz immerhin unumstrittene Nummer eins im globalen B2C-Handelsgeschäft, kommt im US-Onlinebusiness demnach auf gerade einmal 3,7 Prozent Marktanteil. Hervorgehoben wird die große Bedeutung des Marketplace für die Marktrelevanz Amazons. 68 Prozent des Außenumsatzes der Plattform soll laut eMarketer auf Marketplace-Angebote entfallen, nur 32 Prozent auf das Handelsgeschäft von Amazon.

Amazon ist der Gold-Standard
im E-Commerce

Zumindest im heimatlichen US-Markt gibt Amazon also ganz allein den Ton an. Gestützt wird diese These durch eine aktuelle Konsumentenbefragung von Salmon, einem Tochterunternehmen von Wunderman Commerce. Für den Report „The Future Shopper – 2018 and Beyond“ wurden im April 2018 2.016 Konsumenten in Großbritannien sowie 1.500 in den USA befragt. Allen Befragten war gemein, dass sie mindestens einmal im Monat einen Online-Einkauf tätigen. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. Länderübergreifend starten so 51 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre Online-Shopping-Tour auf den Seiten von Amazon. 55 Prozent kaufen dann auch bei Amazon ein und 80 Prozent der Befragten konsultieren Reviews oder checken Preise auf Amazon. Und das selbst dann noch, wenn sie stationär kaufen wollen und bereits im Laden stehen. Hier lohnt ein etwas genauerer Blick, weil die Ergebnisse doch weit auseinander gehen. So gaben 68 Prozent der befragten US-Konsumenten an, ihre Online-Shoppingtour regelmäßig im Amazon-Angebot zu starten. In Großbritannien fällt dieser Wert mit 38 Prozent noch deutlich geringerer aus. Spannend aber auch: Nur 16 Prozent der Befragten beginnen ihre Produktsuche auf den Seiten von Google.

Das bedeutet aber auch, dass Werbebotschaften in der Amazon-Welt verfangen, die im riesigen Google-Kosmos ihren Adressaten verfehlen. Weil Amazon längst auch in Deutschland Produktsuchmaschine Nummer eins ist, ist Werbung auf den Amazon Marketing Services heute unverzichtbar. Beste Ergebnisse erzielen Marken und Hersteller hierbei in der automatisierten AMS-Optimierung mit dem AMS Optimiser von metoda.

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Die Konsumenten wurden außerdem befragt, welche Faktoren für sie eine positive Einkaufserfahrung im E-Commerce ausmachen. Für 64 Prozent der Befragten stehen dabei günstige Preise an erster Stelle. Auf dem zweiten Platz landet mit 54 Prozent die kostenfreie Lieferung, ebenfalls ein Preisaspekt. Wichtig ist aber auch, dass die bestellte Ware zügig ankommt. 22 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten eine Lieferung binnen zwölf Stunden, 43 Prozent begnügen sich immerhin mit einer Lieferung innerhalb eines 24-Stunden-Fensters.

Doch nicht immer kann ausschließlich Amazon punkten. 46 Prozent der Befragten sind überzeugt, anderswo günstigere Angebote finden zu können. 25 Prozent kennen Shops mit besseren Lieferbedingungen und immerhin 24 Prozent bevorzugen auch einmal den Einkauf im physischen Handel.

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